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	<title>Unendlicher Spass &#187; Thorsten Krämer</title>
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		<title>TV-Tipp</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 09:33:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Krämer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer am frühen Freitagabend Fernsehen schaut, kann am 20.11. zwischen 18:15 Uhr und 18:20 auf Vox den folgenden Satz hören: &#8220;Während Bernt die Kürbissuppe mit Curry verfeinert, haben die Damen unendlichen Spaß mit den Pilzen für den Hauptgang.&#8221;
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer am frühen Freitagabend Fernsehen schaut, kann am 20.11. zwischen 18:15 Uhr und 18:20 auf Vox den folgenden Satz hören: &#8220;Während Bernt die Kürbissuppe mit Curry verfeinert, haben die Damen unendlichen Spaß mit den Pilzen für den Hauptgang.&#8221;</p>
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		<title>Gerade eben, auf dem Holodeck</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 16:09:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Krämer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Um wenigstens einigermaßen hier mithalten zu können, habe ich kurzerhand mehrere Hundert Seiten übersprungen und bin bei den nächtlichen Spaziergängen von Randy Lenz wieder eingestiegen, die bekanntlich diverse tierische Opfer kosten. Der verblüffende Effekt: Ich hatte beim Lesen nicht den Eindruck, etwas versäumt zu haben, es hat tatsächlich den Anschein, als könnte man das Buch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um wenigstens einigermaßen hier mithalten zu können, habe ich kurzerhand mehrere Hundert Seiten übersprungen und bin bei den nächtlichen Spaziergängen von Randy Lenz wieder eingestiegen, die bekanntlich diverse tierische Opfer kosten. Der verblüffende Effekt: Ich hatte beim Lesen nicht den Eindruck, etwas versäumt zu haben, es hat tatsächlich den Anschein, als könnte man das Buch in beliebiger Reihenfolge lesen.<br />
Zu dem <a href="http://www.unendlicherspass.de/2009/10/21/familiare-fraktale/">Bild vom fallenden Glas</a> könnte man daher vielleicht das des Buches als Hologramm stellen. Hologramme haben ja die Eigenschaft, dass in einem Bruchteil immer noch das gesamte Bild enthalten ist, nur die Auflösung immer gröber wird, je kleiner die Teilchen sind. Was umgekehrt bedeutet, dass das Bild nicht linear zusammengesetzt ist. Diese besondere Verteilung der Information entspricht vielleicht der Struktur des Buches.<br />
Die nächste Frage wäre dann: Wenn das Hologramm die Technik der Darstellung ist, was wird dann dargestellt, und wieso erfordert das Dargestellte gerade diese Technik? Eine fundamentale Lesart könnte sein, dass es auf das Dargestellte in dem Maße gar nicht ankommt, sondern dass vielmehr die Form den Inhalt stellt, dass hier also eine holographische Sicht der Welt per se vorgeführt und propagiert wird (ein Weltbild, das ja auch in der neueren Physik diskutiert wird).<br />
Oder aber: Die sich durch das Modell der Familie ergebenden Bindungen, Zwänge und Traumata liegen immer schon außerhalb, sie sind schon da, ehe der einzelne ihnen unterworfen wird. Die Symbolische Ordnung wird nicht in jeder Familie aufs Neue errichtet, sondern nur immer wieder neu <i>entdeckt</i>, von daher gibt es kein Entkommen aus ihr. (Daher vielleicht der merkwürdige Mangel an Empathie, zumindest bei mir, wenn die verschiedenen Kindheits- und sonstigen Traumata referiert werden: sie wirken nicht wirklich wie erlebt, sondern wie eine fast schon allegorische Verdeutlichung viel abstrakterer Zusammenhänge.)<br />
Die &#8220;Unendlichkeit&#8221; des Titels wäre in diesem Zusammenhang keine unbeschränkte Dauer, sondern vielmehr die Suspension der Zeit: Das Buch stellt einen Raum ohne Zeit vor und wählt eine Form, die ihrerseits an den landläufigen Dimensionen kratzt, indem sie einen Raum erzeugt, wo nur Fläche ist.</p>
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		<title>Aufschlag Schmidt</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 09:46:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thorsten Krämer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[David Foster Wallace]]></category>
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		<category><![CDATA[Helge Malchow]]></category>
		<category><![CDATA[Infinite Jest]]></category>
		<category><![CDATA[Tennis]]></category>
		<category><![CDATA[Unendlicher Spaß]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ein paar Tagen habe ich geträumt, Harald Schmidt hätte mit Helge Malchow ein Tennismatch gespielt, Best-Of-Five, vor Publikum. In den kurzen Pausen zwischen zwei Spielen schlug der Schiedsrichter jeweils wahllos eine Seite aus dem US auf und las sie über die Lautsprecheranlage vor. Was das Publikum nicht wusste: die beiden Spieler hatten sich abgesprochen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Tagen habe ich geträumt, Harald Schmidt hätte mit Helge Malchow ein Tennismatch gespielt, Best-Of-Five, vor Publikum. In den kurzen Pausen zwischen zwei Spielen schlug der Schiedsrichter jeweils wahllos eine Seite aus dem US auf und las sie über die Lautsprecheranlage vor. Was das Publikum nicht wusste: die beiden Spieler hatten sich abgesprochen, im fünften Satz, in dem es keinen Tiebreak gab, sorgten sie dafür, dass jeder sein Aufschlagspiel durchbringen konnte. Auf diese Weise wollten sie weiterspielen, bis entweder alle Zuschauer gegangen waren oder jede Seite von US mindestens einmal vorgelesen worden war. Beim Stand von 14:15 wachte ich auf.<br />
Na gut, das habe ich natürlich nicht geträumt, sondern mir ausgedacht, als eine mögliche Antwort auf die Frage, wie eine adäquate Veranstaltung zu einem Buch wie US, die zudem noch ohne den Autor auskommen muss, aussehen könnte. Vielleicht wird bei dem tatsächlichen Spektakel heute Abend im Kölner Schauspielhaus ja wenigstens eine Runde Tischtennis gespielt&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Thorsten Krämer</strong>, geboren 1971 in Wuppertal, lebt in Köln. 1999 erschien sein Roman &#8220;Neue Musik aus Japan&#8221;, in den letzten Jahren hat er vor allem Koch-Doku-Soap-Patronen betextet. Schon seit Längerem in Vorbereitung ist &#8220;Cabrio&#8221;, eine Sammlung von Erzählungen.</p></blockquote>
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