Der Einfachheit halber – vornehm gesagt: anti-redundant – >>>> aus meinem Arbeitsjournal:

Ich meinerseits lese nun den >>>> Unendlichen Spaß weiter, wobei mir die Lust daran auf dem Bebelplatz ein wenig verging, weil mich Kiffer echt nicht interessieren und schon gar nicht die absurden Abwehrbewegungen, mit denen sie aus dem Aussteigen aussteigen. Ich zitier mal, es ist nicht unwitzig, aber in der Wiederholung dann doch öde: „Er würde sich durch Maßlosigkeit kurieren“ – und der gleiche Mechanismus dort: „Noch nie hatte er die Ankunft einer Frau, die er nicht sehen wollte, so sehr herbeigesehnt“ (weil sie ihm den Stoff bringt); beides S. 35/36. Ich weiß einfach nicht, was ich mit einer solchen Lebenswelt anfangen soll. Während meines Zivildiensts hatte ich so viel mit Junkies zu tun, daß es mein Leben lang reicht. (Ich ertrage, auch wenn ich selber gern was trinke, auch Betrunkene nur schwer; so viel zur erlaubten Droge Alkohol. Ich ertrage es weder, wenn ich selbst, noch wenn andere ihr Gesicht verlieren. Ist mir selbstverständlich auch schon passiert, aber es quält nachhaltig. Weshalb soll ich darüber dann auch noch lesen?) – Eigentlich sollte ich das dort auf dem Blog schreiben. Na gut, ich zitiere es einfach.

Jetzt halt doch eine Redundanz, nämlich im bezeichneten Zitieren, das nun auch erfolgt ist. Darüber hinaus ist mir völlig bewußt, daß ich überempfindlich reagiere; ich brech die Lektüre ja auch nicht ab. Aber Tschaikowski zuzuhören, war mir lieber, Bebelplatz, Barenboim, heut nachmittag. Das Buch war dabei, um die Zeit zu überbrücken zwischen „Ergatterung“ eines Platzes und Beginn des Konzerts:
Barenboims Wallace
Parallel aber führe ich >>>> Auseinandersetzungen f ü r das Buch. Sowas gehört in den Zusammenhang irrer Zusammenhänge (Prozesse) mitten hinein. Dennoch erreicht mich >>>> die Sucht noch nicht.

2 Kommentare zu Heute zitiere ich.

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Peter Parker

31. August, 2009 um 09:46

Seit wann liest man denn nur über jene Angelegenheiten mit Gewinn, die man billigen kann? Soll ich den Werther schmähen, weil Goethe darin das Porträt eines Menschen zeichnet, der sich am Schluss die Kugel gibt?

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Alban Nikolai Herbst

31. August, 2009 um 10:05

@Peter Parker. Sie mißverstehen mich, es geht nicht um Billigung. Mir ist das völlig wurscht, ob einer, um etwas zu schreiben, Frauen braucht oder Dope oder Whisky oder sonstwas. Nur interessiert es mich hier nicht, anders als im Falle Huxleys, dessen doors of perception aus Meskalinversuchen hervorkam, anders als vor allem Burroughs, der den Halluzinogenen grandiose literarische Bilder und Welten entzog. Weiters billige ich nicht nicht die Nöte eines Kiffers; sie interessieren mich schlichtweg nicht, das ist alles. Wenn aus dem Kiffen etwas anderes herauskommt als das larmoyante Beklagen, daß man kifft, dann soll er meinetwegen kiffen, bis sein Ganglion platzt, und ich werde genießen, was er da herausschlägt und zu formulieren weiß. N i c h t genießen kann ich eine bestimmte Form von Junkie-Jammerei, auch dann nicht, wenn sie gut formuliert ist. Das meinte ich mit „öde“.
Ich bin viel unmoralischer, als Sie vermuten. Sonst dürfte ich, als Beispiel, niemals Gesualdo hören und das auch noch großartig finden.

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Über das Buch

1996 erschien »Infinite Jest« in den USA und machte David Foster Wallace über Nacht zum Superstar der Literaturszene. Vor einem Jahr nahm sich David Foster Wallace das Leben. Sechs Jahre lang hat Ulrich Blumenbach an der Übersetzung von Wallaces Opus magnum gearbeitet, dem größten Übersetzungsprojekt in der Geschichte des Verlags Kiepenheuer & Witsch.
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