Erwachsen zu werden, heisst: Traurigkeit. Mit 13, so Wallace, hatte er für sich so etwas wie eine taoistische Hybris entwickelt, alles durch eine gewisse Passivität unter Kontrolle halten zu können. Orin wird durch Kontrolle und geometrisches Kalkül zum überragenden Punter im Football. Dass es sich bei dieser Vorstellung von Kontrolle, mit der vor allem Selbstkontrolle gemeint ist, auch nur um Heuchelei handelt, überlässt Wallace im Roman dann dem Gespräch zwischen Joelle und Gately:

„Und dann versteckst du dein tiefes Bedürfnis, dich zu verstecken, und zwar aus dem Bedürfnis heraus, anderen Leuten gegenüber den Anschein zu erwecken, du hättest die Stärke, dir keine Gedanken darum zu machen, welchen Anschein du anderen Leuten gegenüber erweckst.“

Sich selbst zu kontrollieren, bedeutet – geradewegs vor den Toren des traurigen Erwachsenseins -, anderen gegenüber und sich selbst etwas vorzuheucheln. Mit 13 Jahren hat sich der Tennisspieler David Wallace chamäleonhaft den meteorologischen und sonstigen Gegebenheiten so gut angepasst, dass er eine Zeit lang erfolgreich sein konnte. Der Bruch kam dann, so Wallace, mit 15. 1976 noch hatte er Gil Antitoi im Finale geschlagen, 1977 nun schied er bei mehreren Turnieren schon im Halbfinale aus. Die anderen waren auf einmal größer, sie waren nicht mehr die gleichen kleinen Jungs. Wallace fühlte sich als Spätentwickler, fremd gegenüber seinem widerspenstigen, noch unbehaarten Körper, fremd nun aber auch gegenüber seinem – wie er es im Rückblick beschreibt – Heuchelbiotop. Wallace spottet zwar über die Kränkung, die er mit 15 gegenüber seinem eigenen Körper erfahren habe. Eine Kränkung ist es aber offenbar geblieben. Die Linien, die zuvor das Kontrollgefühl garantierten, verdichteten sich auf einmal zu einem Käfig. Auf einmal war die Fähigkeit verloren, sich weiterhin anpassen zu können, weil, so die Selbstdiagnose, die Anpassung zuvor nur Heuchelei gewesen sei.
Hal liegt auf dem Boden und nähert sich immer weiter dem Zustand vollkommener Teilnahmslosigkeit. Er denkt nach über Hingabe, Sucht und Flucht. Alles schwarze Wunder. Stice hat ihn gefragt, ob er an Geister glaubt.

Ich fand es immer ein bisschen grotesk, dass Hamlet all seiner lähmenden Erkenntnisskepsis zum Trotz die Realität des Geists nie anzweifelt. Sich nie fragt, ob sein eigener Wahnsinn in Wirklichkeit nicht ungeheuchelt sein könnte. Stice hatte versprochen, mir etwas Irrsinniges zu zeigen. Ob Hamlet also das Heucheln nicht nur heuchelte.

Der Vater als professioneller Konversationalist; oder: in einer dann in der Endfassung von Infinite Jest verworfenen Episode erzählt ein noch junger James Incandenza, wie er seinen Vater beobachtet, der eine große schwarze Spinne töten will; was auch immer geblieben ist: mit größter Genauigkeit dekonstruiert Wallace eine und seine Familiengeschichte, eine ebenso vergebliche wie exemplarische Austreibung mit einer verführerischen Faszination für Leser: Selbstzerstörung kann unendlich unterhaltsam sein. Wir heucheln mit.

13. November

20. November 2009 |

11.15. Fortgesetzte Matratzengruft. Totensonntagwetter. Wenigstens keine Schweinegrippe. Husten schüttelt die Hirnmasse durch. Deutschland trägt Trauer wie zuletzt bei Lady Diana. Und das für einen sechsmaligen Nationalspieler, den vor einer Woche keiner kannte. Da hat sich einer, der alles erreicht hat, weggeworfen. Einfach so. Einer von uns. So ein ganz Normaler. Kein Kuranyikahnkotzbrocken. Und es ist November. Wäre das an einem Sommerabend anders?
Die rollenden Attentäter aus Kanada sind endlich am Ziel. Ein paar Mutige haben sie zwar ans Unterhaltungskoma verloren. Aber sie haben die Patrone. Wenigstens eine Kopie. Im AFR-Sprech wollen sie jetzt die Verwandten des auteur (der verrückte Storch, er selbst uswetcpp) technischen Vernehmungen unterziehen. Worunter man wohl Folter zu verstehen hat. Orin in Gefahr. Und sie haben überall ihre Spitzel. In der ETA, im Rundfunk. Überall. Auch in Ennet House? Schön die Formulierung, ein Gespräch abzubrechen, „bevor die Vernehmung ein mit der Existenzfortsetzung inkmpatibles Niveau erreichte“. Und wieder ein Wort fastbeinahe erlernt: Sybaritisch. Schlag ich morgen nach. Schnell geht’s weiter mit Lenz, der literarischen Sternfahrt durch eine Szene in verschiedenen Blickwinkeln und den Einkaufstaschen. Der rast durch menschlichen Abfall. „Die Gasse war der Katzen und der Nagetiere verlustiert gegangen“, kein Druckfehler, sondern eine dieser lustigen Fehlsprechdoppeldeutigkeiten. Lenz treibt weiter, stolpert über eine komplett verdrehte Schmutzgestalt, einen „endfertig-abgekackten Vollflopper“. Flieg ich, wenn ich das nächste Woche anwende? Wahrscheinlich.
Hüpfhüpf zur nächsten Ebene, wobei sich die Flapsigkeit verbietet, wir hüpfen zu Marathe. Der rollt durch die Entzugskliniken, verschleiert und auf der Suche nach unserer Lieblingsmedusa. Sitzt zwischen vollfloppig Durchgeknallten. Einer versucht ihm einzureden, die Menschen seien gar keine Menschen. Alles Maschinen mit Hautüberzug. Ich bin Schweizer, sagt Marathe, als ob das irgendwas ändern würde. Platos Höhlengleichnis in der Verschwörungstheorieversion. Die Welt ist ein Raum, der Rest ist Projektion, Schattenspiele von 26 Menschen, denn mehr als 26 gibt’s nicht. Sagt der Kranke. Und ein Süchtiger taumelt vorbei, „attraktiv gemäß dem blonden Stereotyp der US-amerikanischen Bildkultur“. Tolle Szene wieder. Der Roman ist eine Pralinenschachtel. Man weiß nie, was man kriegt. Im Moment haben wir Glück. Joelle auch. Die ist noch weit von Marathe und den technischen Vernehmungen weg. Und putzt. Die mutmaßlich schönste Putzfrau aller Zeiten. Jede Wollmaus verfällt vor Ehrfurcht in Katatonie.
Hab ich da eben Marquis Poser alias Lothar Matthäus alias BVM tatsächlich beim Truppenbesuch im Anzug am Hindukusch gesehen? Dinge gibt es!

TV-Tipp

18. November 2009 |

Wer am frühen Freitagabend Fernsehen schaut, kann am 20.11. zwischen 18:15 Uhr und 18:20 auf Vox den folgenden Satz hören: „Während Bernt die Kürbissuppe mit Curry verfeinert, haben die Damen unendlichen Spaß mit den Pilzen für den Hauptgang.“

Seite 1410. Und es ist Ebbe.

Das Buch schließt mit der Gezeiten-Metapher: die perspektivische, widerspiegelnde Verzerrung von Don Gately, alias Orin in der Position des Sartre´schen Für-sich-seins im Blick der Anderen, alias J.O.I. als eines isolierten „An-sich“, alias Hal in der Poetik der Diskordanz von drinnen und draußen …

Das (etwas andere) „Ende einer großen Erzählung“ hinterlässt vor allem eines – die Auslassung. Das, was nicht (mehr) gesagt wurde. Die auktoriale Ellipse. Und es ist eine singuläre, eine bedrängende Auslassung. Das nur relative Empfinden einer Erleichterung beim „Zuklappen“, wie es Aléa Torik beschrieben hat, steht dafür, es bricht sich Bahn in der Ambivalenz der Leser-Autor-Position. Andererseits ist am Schluss nicht etwa Flut: the tide was way out.

Der Versuch zu verstehen. Wir waren im Blog oft im (post-)strukturalistischen Diskurs des »modernen« posthistoire und mir drängt sich gegen Ende die elliptische Erzählkonstruktion Genettes und die Frage nach der Bewusstheit einer singulären relationalen Diegese in US auf.

Mein Versuch zu verstehen ist der Versuch einer Komprimierung dessen, was auf diesem Spannungsbogen von 1410 Seiten liegt. Ich schließe mich Hans Wedler an. Das Offensichtliche liegt zutage als unbändige, machtvolle und aggressive Vorführung der gesellschaftspolitischen Zerstörungsimpulse, als akute Unzustände, die nur noch das destruktive Moment der Negation zu befördern wünschen. Hierin will DFW verstanden werden. Und dennoch bin ich versucht, in diesem Roman ein ganz leises Nietzscheanisches »Nicht-verstanden-werden-Wollen« zu lesen. Nicht von dieser Gesellschaft, die von der bewussten Konstruktion des Zerstörungspotenzials lebt, nicht von denen, die immer noch glauben, sich darin einrichten zu können oder gar zu müssen? Deshalb der abrupte Wechsel der »Gezeiten«, die Auslassung, die den Möglichkeits-Raum für das Ungesagte entstehen lässt und die den Roman vermeintlich (sic) angreifbar in Bezug auf seine Narrativität macht. DFW will keine Charaktere entwickeln, er zeichnet ihre Ohnmacht gegenüber einer ihnen von außen (die andere, nie ausgesprochene, Seite von „da draußen“) aufgezwungenen Un-Entwicklung. Und auf dieser Ebene wiederum entwickelt er sie minutiös. Als einer, der das ganze Ausmaß des Instrumentariums der postmodernen Erzählstruktur beherrscht, nur, um es punktgenau zu brechen.
Christine Ax hat den Aspekt in anderem Zusammenhang in einem Interview auf den Punkt gebracht: „Wir produzieren auf diese Weise immer besser qualifizierte Verlierer.“ (taz, 14./15.11.09, S. 25). Sie nimmt in gewisser Weise die Gedanken von Hans Wedler auf: die Unfähigkeit des Hochbegabten. Aber sie wechselt die Perspektive, denn es ist die herrschende soziopolitische Außenperspektive, die das kreative Potenzial, den Möglichkeits-Raum, des Ungesagten, der Auslassung zwischen drinnen und draußen erstickt. Hal wechselt die Perspektive in die Linearität der Horizontalen; er kann nicht mehr anders.

Ich denke, dass die postulierte Unfähigkeit zum Mittelmaß nicht die einzige Füllung der Diskordanz zwischen drinnen und draußen ist. Dies zielte nur auf die Ebene des Verstanden-werden-Wollens.
Zwischen »hier drinnen« und »da draußen« liegt die Ambivalenz des Käfigs als spezifische polare Dialogizität einer Subjekt-Objekt-Relation, die in der Romanstruktur, so scheint mir, bewusst (gegen-)gesetzt ist. Gegen das vordergründige Verstanden werden qua Narrativität, für das Aufzeigen der Ambivalenz einer hiesigen Selbstverortung.

Die Dialogizität ist in US immer körperlich, kreatürlich und unmittelbar präsent. In der detaillierten Schilderung körperlich-seelischer Grausamkeiten, in der Ohnmacht des Ichs vor dem »Großen Ganzen«, in den sinnlich eingesetzten Licht-Schatten-Spielen zwischen dem Natur-Sein der Wüste und dem Mensch-Sein eines Ortho Stice und in der Setzung von Gegenwärtigem und Erinnertem. Das Erinnerte bestimmt die Schlussphase des Buches und weist damit auf (irgend-)einen Anfang. Diese Dialogizität braucht die sinnlich ambivalente Ästhetik des Hässlichen und die Beschreibung der Auslassung als Potenzial des Schreibens: Die Dialogizität der Ellipse oder die elliptische Wi(e)derkehr der Gezeiten. Und insofern müsste das Buch vielleicht ein zweites Mal gelesen werden, denn – wir sind „hier drin“.

„Jetzt fühlte ich mich kompakter; ich fühlte mich dichter zusammengesetzt, jetzt wo ich horizontal war. Nichts konnte mich umhauen.“ (S. 1295): Für die anthropologisch-phänomenologische Auseinanderlegung dieses einen Satzes des nervenzusammengebrochenen Hal (beziehungsweise seines sonst üblichen Gegensatzes, nämlich des Stehens) braucht Hans Blumenberg eine ganze Seite:

„Zur Metaphorik des Bodens gehört eine anthropologische Komponente. Der Zweibeiner Mensch steht in so ihm eigentümlicher Weise auf dem Boden [wozu übrigens auch Hals Definition des Menschen bestens passt, der „ein seltsam gegabelter Stengel aus Fleisch und Blut“ sei; UB], daß dieses Stehen gerade kein Stand als Bestand oder Zustand ist, vielmehr eine Handlung. Es ist nicht die Sprache, die dies vorgaukelt; sie folgt dem Befund, daß einer dies tun muß, um es nicht zu lassen.

Der Stein liegt auf dem Boden; er genügt damit, solange andere Kräfte nicht auf ihn wirken, dem Trägheitsprinzip und der auf ihn stetig einwirkenden Schwerkraft. Die Vase steht auf dem Tisch, solange dieser es aushält und niemand sie fortnimmt. Vom Tisch läßt sich sagen, er habe Eigenschaften, die es ihm ermöglichen, die auf ihm stehende Vase zu tragen. Die Vase lastet auf ihm, ab er dies ist nicht eines ihrer realen Prädikate. Zu stehen ist keine Handlung von physischen Körpern. Ein Mensch, der an einer bestimmten Stelle auf dem Boden steht, handelt im strikten Sinne einer physiologisch nachweisbaren komplexen Operation. Seine Beziehung zum Boden ist insofern real, obwohl dieser objektiv nur die Oberfläche eines Weltkörpers ist, zu dem der darauf Stehende keine reale Beziehung hat. Er ist für diesen Körper nicht da und dieser Körper nicht für ihn.

Daß auf dem Boden zu stehen eine Handlung ist, eine Anstrengung sogar, zeigt sich an der Ermüdbarkeit des Organismus, dies zu leisten, und deren Folgen. Er vollstreckt nicht nur das Prinzip der Trägheit. Er wird nicht gehalten durch die Gravitation, da doch diese es ist, die ihm ständig Ausgleichsvorgänge gegen die Labilität seines Gleichgewichts abverlangt. Würde man den Stehenden an solchen Regulationen hindern, würde er umfallen und in die ‚Lage’ des Steins zum Boden kommen.

Stehen ist Nichtumfallen. Es verlangt ein Minimum an wacher Aufmerksamkeit; es gestattet nicht die Frivolität des unbeschränkten und nicht zufällig so genannten Sich-gehen-lassens, des resignierten Sich-fallen-lassens. Allerdings ist es dann derselbe Boden, auf den man fällt, wo man zuvor gestanden hatte. Der Boden, auf dem man steht, kann allein der sein, auf den man fällt. Denn es gibt nur den einen Boden – nur im Ackerbau spricht man von Böden als solchen verschiedener Güte und Eignung; der Planet hat und gewährt nur einen.“

(„Stand und Bestand“, in: Die Sorge geht über den Fluß, S. 101 f.)

Im Rückspiegel

15. November 2009 |

Seit einigen Tagen schon lebe ich ohne den US. Und es fehlt mir eigentlich nichts. Bis auf eine Antwort auf die Frage: Wie war’s denn nun so? Die will ich hier versuchen.

Was mir gefallen hat:

 US ist ein unterhaltsames Buch. Gelangweilt hat es mich nie. Das lag an der scheinbar unerschöpflichen Sprachakrobatik und der unendlichen Fülle der verschachtelten, teilweise auch nebeneinander her laufenden Geschichtchen und Geschichten.
 An einigen (wenigen) Stellen verdichtet sich der Text zu einer faszinierenden Intensität, Größe und Wahrhaftigkeit, insbesondere zwischen den Seiten 800 und 1100, wenn die vom Autor aufgebaute innere Distanz schwindet, so als habe er sie da gar nicht mehr nötig.
 US hat im Vater J.O. Incandenza einen beeindruckenden Charakter, einen hoch intelligenten, weit über den Tellerrand hinaus blickenden, kreativen Menschen, der allerdings an sich selber scheitert: Er ist unfähig zur Mittelmäßigkeit, zur Selbstbescheidung, unfähig auch zu ertragbaren zwischenmenschlichen Beziehungen. Ein in gewissem Maße „heroischer“ Charakter.
 Gately ist der Gegencharakter. Er ist fähig zur Menschlichkeit, stets auf der Suche nach Wärme und Geborgenheit, jedoch aufgrund seiner Herkunft mit so extrem schlechten Voraussetzungen zum Leben ausgestattet, dass er sehr früh in die Kriminalität abgleitet und da auch nicht mehr herauskommt. So ist auch er zum Mittelmaß nicht fähig – wenn auch von einer anderen Seite her als J.O.I.
 US ist auch eine bestürzende Reportage über die Realitäten im Leistungssport, über den damit verbundenen Stress, die nicht enden wollenden Entbehrungen und die Deformierungen, die angehende Athleten schon in jungen Jahren erleiden und zum großen Teil nicht unbeschadet aushalten. Ein Thema mithin, das in diesen Tagen ganz Deutschland bewegt.
 US ist eine immense, substantielle Kritik an einer sinnentleerten Gesellschaft, die ihren Individuen scheinbar nur noch die Flucht in die Selbstbetäubung erlaubt, während die maßgebenden politischen Lenker unter einer Glocke sarkastischer Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit agieren. Profit und Erfolgsgier haben die Götter ersetzt und zerstören die Menschen und ihre Umwelt. Statt einer Lösung, die in Form eines großen Knalls eine Befreiung aus diesem selbst gezimmerten Käfig hätte sein können, endet der Roman – leider realistisch – als individualisierter alptraumhafter Tagtraum.

Was mir nicht so gefallen hat:

 US ist nicht der vielleicht erwartete epochale Roman, vor allem weil er PARS PRO TOTO nimmt. Eine letztlich kleine gesellschaftliche Randgruppe wird als repräsentativ für das Ganze dargestellt. Andere gesellschaftliche Strömungen und Kräfte – als die in der Sucht Gescheiterten, die Erfolgsjunkies und die terroristischen Antipoden – treten fast überhaupt nicht in Erscheinung. Die Dialektik gesellschaftlicher Mechanismen, die immer eine Vielfalt individueller Erscheinungen kreiert, wird ignoriert.
 Die bisweilen bis ins Zwanghafte reichende Technik des Romans führt überraschenderweise auf Dauer zur Beliebigkeit: Man kann weiter lesen, kann es aber ebenso gut auch lassen. (In diesem Blog war zu lesen, dass man offenbar sogar mehrere Hundert Seiten schadlos überspringen kann!) Falls DFW diese Beliebigkeit als Grundthese in seinem Roman vermitteln wollte, als Grundgefühl für den Leser, so ist er dem eigenen PARS PRO TOTO-Nehmen aufgesessen.
 Gestört hat mich hier und da die ins Monströse gesteigerte Lust der Schilderung von an Grausamkeit kaum noch überbietbarer Sadismen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass dadurch die Intensität des Geschehens gesteigert, sondern dass sie eher gemindert wurde. Diese Passagen waren beispielhaft für das Zuviel, das die Distanz (manchmal bis zur Gleichgültigkeit) vergrößert und das, so hatte ich schon nach 800 Seiten vermutet, vor allem dem Autor dazu dient, durch eine Übersteigerung in die Groteske die (fiktive) Wirklichkeit besser ertragen zu können.
 Eine Entwicklung von Personen, von Charakteren, wie sie gewöhnlich einer Romanhandlung ihren Drive gibt, findet nicht statt. Der Leser erfährt zwar die Vorgeschichten vieler auftauchender Protagonisten, diese wirken aber durchgehend wie klinische Anamnesen, d. h. sie sind auf den Ist-Status zugeschnitten. Eine Ausnahme sind ansatzweise Entwicklungen bei J.O.I., Gately und bei Orin, die aber eher Nebenerscheinungen bleiben, den Duktus des Geschehens nicht bestimmen. US wirkt dadurch erstaunlich statisch.
 DFW stellt (aus meiner Sicht) im US verallgemeinernd sein eigenes Drama dar: das Drama eines Hochbegabten in einer Welt, die zwar unbegrenzte Möglichkeiten, ihm aber keinen Sinn bietet; dem Mittelmäßigkeit versagt ist; der (auch aus diesem Grunde) dem Zugriff der ihn einklemmenden Zange nicht entkommt, deren eine Klaue die depressive Verzweiflung ist, die andere Klaue die die Depression mildernden Substanzen (Drogen, Psychopharmaka).
 Dieser – im US auf viele Köpfe verteilte – „Opfer-Held“ erinnert in gewissem Sinne an Goethes Werther, der sich auch nicht im Mittelmaß bescheiden mochte. US bekommt dadurch geradezu einen idealistischen Zug.

Um es am Ende kurz zu sagen: In den (später publizierten) Erzählungen wie in „Oblivion“ und in den „Brief Interviews with Hideous Men“ hat mir DFW als Schriftsteller um Längen besser gefallen – und mehr mitgeteilt.

Bei der Anlage des Gemüsegartens ist die Aufgabe der Jungen erst einmal, Steine und große Erdschollen beiseite zu räumen, während die Mutter des Nachbarsjungen mit einer gemieteten, unglaublich lauten Fräse kämpft und sie dabei Abdrücke in der aufgewühlten Erde hinterlässt wie die Schritte eines torkelnden Betrunkenen. Während sie so arbeiten, kommt mit einem mal der etwa vierjährige kleine Bruder des Nachbarsjungen, gekleidet in eine Art rotflaumiges Bärchenkostüm, weinend angelaufen und trägt dabei etwas sehr eklig Aussehendes auf den Handflächen, das sich als rhomboider Schimmelklumpen herausstellt, der aus irgendeiner Ecke des feuchten Kellers der Nachbarn stammt.
Wir kennen die Geschichte. Interessant sind daher vor allem die Abweichungen. Wie etwa die Mitteilung, dass die Nachbarsmutter einige Jahre später unter unklaren medizinischen Umständen verschwunden ist. Entscheidend aber ist, dass sich der hysterische Anfall der Mutter in geordneten Bahnen verläuft, nämlich exakt der Fünfpunktanordnung folgend, die zuvor abgesteckt wurde. So plump ihre Bewegungen auch gewesen sein mögen, geriet sie doch nicht über die Bindfädengeraden ins Stolpern.
Ausgerechnet in dieser Episode einen Nukleus von Infinite Jest zu finden, wäre merkwürdig, wenn nicht Wallace auch diese Geschichte in seine Begeisterung für geometrisches Denken integrieren würde. Es geht darum, – vermutlich nicht nur – für das Wettkampftennis die Fähigkeit zu besitzen, Winkel berechnen zu können – und zwar im Voraus. Die Winkel der Flugbahn des Balls, das Verhältnis des Gegenwinkels zum nächsten Winkel des gerade in Ausführung befindlichen Schlags undsoweiter. „Tennis“, so Wallace im Essay, „verhält sich zu Artillerie und Luftbombardement wie Football zu Infantrie und Stellungskrieg.“ Die Möglichkeiten, auf einen nächsten Schlag zu antworten, erweitern sich im Quadrat. Das bedeutet, so Wallace, man muss immer n Schläge voraus planen, wobei n eine hyperbolische Funktion darstellt, die durch die Fähigkeiten des Gegenspielers und die Zahl der Schläge in dem momentanen Spiel begrenzt wird. Das im Spiel kalkulieren zu können, konnte Wallace nach eigener Aussage gut. Und den entscheidenden Vorteil habe er aus seiner zusätzlichen Gabe bezogen, auch noch die Komplikationen für das Differential mit einbeziehen zu können, die der Wind in bestimmten Monaten in Zentral-Illinois bescherte. Auf diese Weise konnte er im Alter zwischen zwölf und fünfzehn zahlreiche Gegner schlagen, die eigentlich größer, schneller und besser in ihren Koordinationsfähigkeiten waren. Die anderen haben nicht sonderlich gern gegen ihn gespielt.
Seine Eltern fuhren ihn von Turnier zu Turnier. Und wenn es nicht die Eltern waren, dann fuhr David Wallace bei Gil Antitoi mit, dem Sohn eines Professors für die Geschichte von Quebec. Wallace war erfolgreich, doch Antitoi, bei dem die Pubertät früher einsetzte, wurde deutlich besser als er. Gil Antitoi, so Wallace, war „mein Freund, mein Feind und mein Fluch“. Von den Antitoi-Brüdern holt sich Hals Freund Pemulis das DMZ, das er, Hal und Axford dann vor dem Whataburger-Turnier einnehmen, zu dem Hal zu Beginn von Unendlicher Spaß antritt.

(wird fortgesetzt)

Im Interview hat seine Schwester Amy von David Wallaces Angst erzählt, für nicht männlich genug gehalten zu werden. Trotz seiner athletischen Figur. Er war der Überzeugung, er müsste männlicher auftreten. Ständig machte er sich auch Gedanken um seine Haare. Eine Zeit lang war Wallace mit einer Kosmetikerin zusammen. Dass so eine Vielzahl von kosmetischen Produkten verfügbar war, hat ihn allerdings nur misstrauisch gegenüber Haarwaschmitteln und ähnlichen Dingen gemacht. Ein beständiger Quell der Verunsicherung. Im Harper’s-Essay behauptet Wallace, dass er als Tennis-Junior ziemlich schmalbrüstig gewesen sei, seine Handgelenke so dünn waren, dass er sie mit Daumen und kleinem Finger umfassen konnte. Das alles hätte dazu geführt, dass er den Ball nicht härter hätte schlagen können als die meisten Mädchen in seinem Alter.
Der Ausweg, um trotzdem einigermaßen erfolgreich Tennis spielen zu können, sei für ihn die Mathematik gewesen: „ich kannte meine Grenzen und die Grenzen des Platzes“ – um das zu illustrieren, führt Wallace im Folgenden die meteorologischen Bedingungen an, unter denen man in Philo, Illinois im Freien Tennis spielt (Wind, Feuchtigkeit), sowie weitere Widrigkeiten. Die Bedeutung des Windes wurde, so Wallace, erst klar, wenn er, wie oft im August, ausblieb. Das Rauschen des Windes war für ihn eigentlich Stille. Und wenn der Wind auf einmal nicht mehr blies, war ihm, als würde alles Blut im Kopf zusammenschießen und „all die kleinen Trommelfellhärchen zitterten wie ein Trinker auf Entzug“.
Drei Dinge seien ihm gegeben gewesen, um seine körperlichen Defizite zu kompensieren. Das erste sei, dass er ständig unglaublich schwitze. Auch Hal schwitzt immer mehr als andere. Hier müsste man auch James Incandenzas dreistündigen Film Wie Anno dazumal hinzuziehen: „Angejahrter Tennislehrer, der sich anschickt, seinen Sohn im Tennisspiel zu unterweisen, betrinkt sich in der Garage der Familie und hält dem weinenden und schwitzenden Sohn zusammenhanglose Monologe.“ Weinen und Schwitzen gehen ineinander über. In Unendlicher Spaß wird der Zusammenhang von Schweiß und Panikattacken explizit. Sein übermäßiges Schwitzen, so Wallace im Essay, hat ihm gegenüber den Nicht-Schwitzenden in Spielen an schwülen Hochsommertagen einen erheblichen Komepnsations- und damit Ausdauervorteil verschafft.
Die zweite Gabe sei sein Wohlgefühl in der Umgebung gerader Linien. Angefangen beim regemäßigen Raster seiner Heimatstadt Philo:
Philo, Illinois.
Dass er das rechtwinklige Raster mehr mochte als etwa andere Kinder, führt Wallace im Essay darauf zurück, dass er nur zugezogen sei, von Ithaca, New York, wo sein Vater seinerzeit promovierte. Die Hügel und Kurven von Upstate New York hätten sich wohl in sein Hirn gewoben, denn die anderen Kinder, mit denen er raufte und spielte, haben in dieser planen Welt aus rechten Winkeln nie etwas Besonderes gesehen. Dann erzählt Wallace, wie er einmal im April einem Nachbarsjungen geholfen hat, dessen Mutter zu helfen, einen Gemüsegarten anzulegen. Der Garten als Ganzes war ein perfektes Quadrat. In diesem Quadrat gab es nun eine Quincunx-Anordnung wie man sie besonders in französischen Gartenanlagen findet. Das mittlere der fünf Felder war der heiligen Zucchini vorbehalten. Die Anordnung der Wege in der E.T.A. folgt übrigens auch diesem Fünfpunkteprinzip. Die Struktur des Gartens wurde mit Bindfaden und Eisstielen vorgezeichnet.

(wird fortgesetzt)

Im Dezember 1991 erschien in Harper’s Magazine ein Essay von David Foster Wallace: TENNIS, TRIGONOMETY TORNADOES. A Midwestern boyhood.
In den Monaten davor hatte Wallace begonnen, an seinem zweiten Roman zu arbeiten, und dieser Essay ist der Text, der unmittelbar davor entstanden ist. Zu der Zeit lebte Wallace wieder in Illinois. Er unterrichtete an der Illinois State University in Normal. Im Herzen des Herzens des Landes, dort, wo er aufgewachsen war. Und der Essay beginnt damit, dass er Illinois verlässt, um nach Massachusetts zu gehen, nach Amherst, an die Hochschule, die auch schon sein Vater, der Philosophieprofessor, besucht hatte. Es geht auch gleich weiter mit Heimweh. Ein sentimentaler Essay scheint das zu werden. Doch dieses Heimweh, so erklärt Wallace, hat mit seiner Sucht nach Mathematik zu tun. Wir erinnern uns: in der Episode, die zweimal im Buch erzählt wird, wo der vierjährige Hal seiner Moms den angeknabberten Schimmelflatschen hinhält, beginnt die Moms kurz darauf nicht wild in Kreisen herumzulaufen und zu schreien, sondern sie rennt durch das Gartenrechteck, das mit lauter Begrenzungsschnüren für die Arbeit mit der Gartenfräse versehen ist, die von der Moms bedient wird, während James Incandenza im Haus ist. Und Orin, auf dessen Bericht sich Hal in der ersten Version am Anfang des Romans stützt und die dann als zweite Version später noch in einer Fußnote zu lesen ist, da er selbst keine Erinnerung an das Geschehen hat, betont, „dass ihre Fußspuren nach Art amerikanischer Ureinwohner schnurgerade verliefen, dass ihre Kehrtwendungen im Ideogramm der Schnur gestochen scharf und kriegerisch waren.“ Im Harper’s-Essay nun ist zu lesen, dass Wallace zwischen Vektoren, Linien und Querlinien aufgewachsen sei, in einem Koordinatennetz. In dem gleichen Raster vielleicht, wie dem, von dem Erzähler in der späten Erzählung „The Soul is not a Smithy“ (in Oblivion) berichtet. In Orins Endnoten Version, gegenüber Helen Steeply erzählt, hält die Moms dann, von Hal überreicht, auch keinen Flatschen, sondern einen „Schimmelrhombus“ in der Hand. Sie rennt los und Hal und Orin, damals dreizehn, taumeln zurück und erhielten ihren „ersten Vorgeschmack der Apokalypse …, eine Ecke des Universums wurde plötzlich abgeschält und enthüllte, was da knapp unter der Ordentlichkeit brodelte. Was direkt nördlich der Ordnung lag.“ Das Koordinatennetz wird noch weiter ausgesponnen und zum Labyrinth verwoben, als der Storch aus dem Haus tritt und „die Handflächen parallel zueinander und die Daumen waagerecht“ hält, „um einen Rahmen zu bilden,“ um (sich) ein Bild zu machen. Während dessen läuft Hal der Moms „innerhalb des Fadens“ nach.
Im Essay geht es weiter mit Tennis: mit einem Bericht über die Ranglistenerfoge im Juniorentennis. Das Heimweh in Amherst und auch die Jahre als vielversprechender Tennisjunior erklärt Wallace mit Mathematik. Wallace hält sich selbst für einen nicht wirklich talentierten Tennisspieler. Die Kriterien sind sehr ähnlich denen, die Orin veranlassen, die E.TA. zu verlassen und Punter im Football zu werden.

(Fortsetzung folgt)

12. November

13. November 2009 |

9.45. Morbus Gompert wohin man schaut. Gestern fragten sie noch nach Texten über Sport und Gefühl. Heute wissen sie schon eher, worüber wir reden, wenn wir von Depression reden. Immerhin. Aber keiner weiß, wie sichs wirklich anfühlt. Nicht verzagen, Spaß lesen. Wer den Gompert-Monolog durchlitten hat, ahnt wenigstens, wie weh das tut in jeder Zelle, wie es die Welt verstellt, die Wirklichkeit vergiftet. Warum hab ich die Ahnung, dass bald jeder vor die Kameras tritt und behauptet ganz furchtbar depressiv gewesen zu sein. Depri a la Mode.
Kate Gompert jedenfalls liegt jetzt auch am Boden. Die Sternfahrt um Matty Pemulis und Poor Tony Krause geht weiter. Kate sieht die „ganze Szene violett tingiert“. Auch hübsch. Ruth van Cleeve rast hinter Poor Tony her. Noch eine gnomige Gestalt taucht allmählich aus dem zusammenprallgestörten Wirklichkeitsnebel der Kate Gompert auf: eine lilafarbene Gestalt eines Bärtigen im Soldatenmantel, Speichelspuren im Bart. Eklig, mit Pilzbefall auf der Hand, die olfaktorische Katastrophe von einem Augenzeugen. Kate erinnert sich an den Überfall, als die hässlichste Frau des Universums (unser Poor Tony) zwischen ihnen hindurchsprang und Ruth van Cleeve ihn als Fickfehler einer Kirmeshure bezeichnete.
Blickwechsel. Lenz. Folgt zwei Chinesinnen, wen immer er damit meinen will. Kate und Ruth? Lenz, der Tiertöter, sieht gefährlich bunt aus, ein Papageno der Gosse: „Lenz trug eine neongelbe Skihose, einen leicht glänzenden Frackmantel mit langen Schößen, einen Sombrero mit Holzkügelchen, die an der Krempe baumelten, eine überdimensionierte Schildpattbrille, die sich bei hellem Licht von selbst verdunkelte, und einen glänzenden schwarzen Schnurrbart, den er von der Oberlippe einer Schaufensterpuppe bei Lechmere’s in Cambridgeside abgestaubt hatte“. Lenz ist bewaffnet. Kommt an der Kackenden vorbei. Und an einem Mann, der mit Spielzeugpfeilen um sich schießt. Hatten wir den schon?
Nicht ganz nachvollziehbar, um es vorsichtig zu formulieren, reden jetzt die Assassins des Fauteuils Rollants in ihrem brüllanten Deutsch. Die sitzen immer noch in Antitois’ Laden. Und irgendwie läuft alles auf den Laden der verendeten Brüder zu.
Jetzt rennen wir mit Poor Tony auf seinen Pömps herum. Er hatte ein Ding im Nacken. Bei dem es sich, das weiß er aber nicht, um Ruth van Cleeve handelt. Er rennt und rennt und rennt auf die Antitois zu. Das Ding kommt immer näher.
Wir hüpfen auf unseren Siebenmeilepömps in den Antitoisladen. Da sitzen die Rollis und gehen der lebensgefährlichen Arbeit des Videoguckens nach. Was sie mit der tödlichen Patrone wollen? Der Schwachstelle der US-amerikanischen Partikularinteressen eine Hoden-frappe beizubringen, nach welcher Kanada keine Lust mehr auf Vergeltungsmaßnahmen seitens der USA hätten. So ganz genau weiß ichs immer noch nicht. Aber ich bin ja auch blöd. Joelle macht sich derweil Sorgen um ihre Zähne. Die werden – wie alles ums Gehege der Zähne herum – nämlich vom Crackrauchen ziemlich ruiniert. Und ihr Zahnarzt ist Don Gately. Jedenfalls in ihrem Alptraum. Wenn ich alpträume, träum ich auch von Zahnärzten. Und die sind auch nicht schöner als die von Joelle.
Hannover trägt Trauer. Bierhoff weint bei der Pressekonferenz. Alle wollen jetzt wieder viel. Vor allem mehr reden. Und ganz lieb auf einander aufpassen. Hoffentlich hält das länger, als eine Zeitung zum Verfaulen braucht. Und es wird mal geredet über ein paar dunkle Flecken auf der persilweißen Weste des Sports und dem Mutantenstadl seiner Fans. Über Doping. Über Drogen. Über Rassismus. Über Schwulsein. Über Depression.

Über das Buch

1996 erschien »Infinite Jest« in den USA und machte David Foster Wallace über Nacht zum Superstar der Literaturszene. Vor einem Jahr nahm sich David Foster Wallace das Leben. Sechs Jahre lang hat Ulrich Blumenbach an der Übersetzung von Wallaces Opus magnum gearbeitet, dem größten Übersetzungsprojekt in der Geschichte des Verlags Kiepenheuer & Witsch.
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