Elmar Krekeler

1. November

3 Nov 2009

13.30. Über Schalsingen. Der Sommer endet hier. Picknick in den Obstgärten mit Blick auf die Vogesen. Blauer Himmel. Duft von sanft faulenden Birnen. 20, in Worten: Zwanzig Grad in der Sonne. Leiser Wind aus der Provence. Ein leichter Gut… Jetzt hör ich aber auf. In Berlin blasen schließlich alle Trübsal, die ich kenne. Falls jemand […]

Weiterlesen...

31. Oktober

2 Nov 2009

23.30. Cabernet mitos, anscheinend noch so ein önologischer Testbetrieb, dunkelschwarz, knapp unterhalb der Schnapsgrenze, ein verschladererter Wein sozusagen. Aber großartig. Noch ein bisschen Zelenka, der war auch ein bisschen verschladerert, aber noch großartiger als der Wein. Familie schläft. Draußen bellt ein Hund gegens Blätterrauschen an. Es ist nachtschwarze Nacht. Schritte. Ein Mann im Mantel. Ach […]

Weiterlesen...

30. Oktober

1 Nov 2009

16.30. Staufen. Viel Wasser, viel Alkohol. Pilgerstätte für St. Obstler. Welche Folgen C2H5OH-Abusus haben kann, sieht man im Angesicht des Rathauses. Sie wollten die Wärme der Erde nutzen, bohrten in wahrscheinlich angeschladerertem Zustand so für sich hin. Und jetzt muss alle naslang ein Statiker durchs Rathauscafé toben und erklären, ob man da noch Kuchen verkloppen […]

Weiterlesen...

26. Oktober

1 Nov 2009

17.30. Burg Baden. Übers Rheintal fällt der Dunst herein wie eine der Ado-Gardinen von früher. Die Lichter der französischen Chemiefabrik direkt hinter Grenze beginnen orange zu flackern. Und am Horizont geht allmählich die Sonne unter, leuchtet wie Saurons böses Auge über die Berge. Mr. Dooney R. Glynn erzählt gerade, dass er im Jahr des Herrn, […]

Weiterlesen...

29. Oktober

31 Okt 2009

17.30. Badenweiler. Nieselregen. Nix zu sehen. Hochnebel hängt über Hang. Kein Hochmut gegenüber den Daheimgebliebenen. Eigentlich müsste man jetzt in die Sauna. Oder irgendwas anzünden. Das einzige, was ich habe ist der Spaß. Den geb ich nicht her. Hab ihn sogar hier im Fenster liegen sehen. „Unendlicher Spaß“ in Badenweiler – Kursangebot im Kurhaus „Gut […]

Weiterlesen...

28. Oktober

30 Okt 2009

23.30. Gack. Gackgackgack. Nein, mir geht’s gut. Cabernet mitos. Friedrich Gulda spielt das „Wohltemperierte Klavier“. Sonst alles still. Gegackert hat Andre Agassi. Aufgeklärt in seiner Autobiografie über Dichtung und Wahrheit. Ungefähr um die Zeit des Spaßes muss es gewesen sein, gestand er jetzt, da hat er Gack genommen. Chrystal Meth. Sein Kumpel soll ihn angestiftet […]

Weiterlesen...

27. Oktober

30 Okt 2009

14.30. Kurz vor Bürgeln. Deutscher Mischwald. Leichter Dunst. Blauer Himmel. Blätter rieseln. Mein Vater fällt mir ein, sobald sich das erste Blatt wagte, mit dem Herbstschrödern anzufangen, fing der mit Rilke an. Um mich vom Schläfer zum Killer zu machen, reicht „Herr, es ist…“ Langt. Das erklärt doch vieles. Wenn nicht alles. Millionen Berliner WohnSchlafEsszimmer […]

Weiterlesen...

25. Oktober

27 Okt 2009

23.30. Frühherbst in Badenweiler. Leuchten die Blätter immer noch im Dunkeln. Ist wahrscheinlich Unsinn und Einbildung. Schauerlich kitschiger Mischwald direkt hinterm Haus. Spätburgunder aus Britzingen. Was aus den Beeren von gestern doch werden kann. Muss zur Ehrenrettung von Michael Kleeberg schnell noch anfügen, dass er mein schlechthiniger Experte in Hypochondrie ist, aber natürlich selber nicht […]

Weiterlesen...

24. Oktober

25 Okt 2009

13.30. In der Sonne über dem Rheintal. Meteorologie ist doch nicht Mist. Hier versucht der Herrgott massiv die letzte Süße in den schweren Wein zu schießen. Auf einer Wiese am Ende der Rebreihen über Mauchen. Die Burgundische Pforte verliert sich irgendwo hinten rechts in wohlstandwarmem Dunst. Links im Dunst die Schweiz. Die Vogesen kann man […]

Weiterlesen...

23. Oktober

25 Okt 2009

22.30. Am Fuß des Blauen. Meteorologie ist Mist. 16 Grad hatten sie versprochen und Sonne. Hier hängt der ganze Wald voll hirnrissiger Wolken. Es nieselt wie in einem schlecht eingestellten Dampfbad, leider ist es auch noch kalt dazu. Cabernet Dorsa. Wein aus einer Versuchsproduktion der Ortenau. Muss nicht weiter fortgesetzt werden, der Versuch. Bin ich […]

Weiterlesen...

Über das Buch

1996 erschien »Infinite Jest« in den USA und machte David Foster Wallace über Nacht zum Superstar der Literaturszene. Vor einem Jahr nahm sich David Foster Wallace das Leben. Sechs Jahre lang hat Ulrich Blumenbach an der Übersetzung von Wallaces Opus magnum gearbeitet, dem größten Übersetzungsprojekt in der Geschichte des Verlags Kiepenheuer & Witsch.
Mehr zum Buch »
Termine zum Buch »

April 2020
M D M D F S S
« Mrz    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  
  • TRIO 24: Ach du dickes Ding! | Sätze&Schätze: [...] Kapituliere ich ausnahmsweise vorzeitig, plagt mich noch lange, lange Zeit ein schlechtes Gewi [...]
  • Christian: Gibt es auch günstiger: http://www.amazon.de/gp/offer-listing/B005NE5TA4/ref=dp_olp_used?ie=UTF8 [...]
  • Steffen: Ja tatsächlich tolle Idee und schön umgesetzt. Das ist ein ziemlich vertrackte Stelle im Buch der [...]
  • (ohne Titel) « VOCES INTIMAE: [...] aus Berlin zu sein, ist wohl nur für Berliner eine relevante Information. Like this:LikeS [...]
  • VOCES INTIMAE: [...] aus Berlin zu sein, ist wohl nur für Berliner eine relevante Information. Like this:LikeS [...]